Frühstuck in New York? Hot Dogs! Was sonst?

Was sollte man bei einer Reise nach New York am ersten Tag frühstucken? Einen HOT DOG natürlich! Überall in New York gibt es kleine Straßenstände mit Hot Dogs (Hot Dog Carts), aber wenn man einen richtig guten probieren möchte, sollte man Anthony Bourdain zufolge, einen bei Gray’s Papaya essen. Dieser Laden ist aus vielen Hollywoodfilmen und vielen Serien wie „Sex and the City“ oder „How I Met Your Mother“ bekannt. Benannt ist er nach einem Papaya-Fruit-Drink der dort serviert wird. Leider liegt die letzte noch betriebene, der ursprünglich drei Filialen, in der Upper West Side. Das lag so gar nicht auf unserer Route. Aber direkt vor unserer Haustür, also vor Lani’s Haustür, befand sich ein Hot Dog Laden namens Papaya Dog.

Papaya Dog in New York
Papaya Dog in New York

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier findet man es:

Der Verdacht liegt nah, dass sich da jemand im Ruhm eines anderen sonnen möchte. Aber der Laden sah wirklich typisch amerikanisch und das Essen lecker aus. Und den Papaya-Trunk gab es hier auch. Zugegeben, die Hot Dogs sind bei Papaya Dog recht klein, aber das sind sie überall in New York, weshalb meistens überall zwei Hot Dogs ermäßigt verkauft werden. Brötchen klein, Würstchen klein, bisschen Ketchup, Senf und Käsesoße, Sauerkraut drauf oder gehackte Gürkchen – fertig. Einen kann man probieren, mit dem zweiten regt man Appetit an und von einem dritten wird man langsam satt. Die sind aber auch saulecker und der Laden ist auf jeden Fall einen Halt wert. Ich hatte einen Hot Dog mit Rinderwürstchen bestellt, verschlang ihn und dachte nur: „und was essen wir jetzt?“. Zum Trinken gab’s den berühmt-berüchtigten Papaya-Trunk – Bääääh.

Halb satt und ein paar Dollars leichter, nahmen wir die U-Bahn Richtung Downtown.

Reise nach New York
Ab nach Downtown!

Unser erstes Ziel war Ground Zero. Ich werde Euch mit unseren Sightseeingfotos und -geschichten nicht langweilen – das Internet ist voll mit dem Zeug. Wenn Ihr aber am Ground Zero seid und nach dem Schlange stehen, dem Fotografieren und nach dem Besichtigen des großartigen 9/11-Mahnmals, Hunger bekommt (paar Hot Dogs zum Frühstuck sind nun mal zu wenig), dann ist hier mein Tipp: Bill’s West Side Bar.

Billi's West Side Bar - Reise nach New York
Billi’s West Side Bar

Diese Diner-Bar stand nicht auf unserem Plan, sie wurde uns vom niemanden empfohlen. Aber mein Hunger hat uns dort einfach hinein getrieben. Die Bar wirkte auf uns wie eine Mischung aus Kantine und Sportsbar: überfüllt, laut, voller Familien mit Kindern und verhältnismäßig günstigen Burgern. Aber ist es nicht gerade das, was ein Tourist in Amerika sehen und spüren will? Gutes amerikanisches Essen, amerikanische Familien beim Mittagsessen wo man nur hinschaut, American Football im Fernseher, kleine quadratische Tische mit karierten Tischdecken, freundliche Kellner, knapp 100 Biersorten auf der Karte und eine schöne Auswahl an „Starters“ – was will man mehr?

Billi's West Sid Bar - Reise nach New York
Billi’s West Sid Bar – Reise nach New York

Achtung bei den Portionen in New Yorker Restaurants: RIESIEG!

Da Bartos beim Frühstuck paar Hot Dogs mehr verdrückte, hatte er „nicht sooo viel Hunger“ und bestellte nur eine „kleine Vorspeise“: eine Portion Nachos mit Salsa, Guacamole, Sour Cream und Jalapenos. Na ja, wir waren das erste Mal in einem Restaurant in New York und waren die Portionsgrößen noch nicht gewohnt.

Große Portion Nachos - Billi's West Side Bar
Große Portion Nachos – Billi’s West Side Bar

Er hat die Portion Nachos übrigens geschafft…Ich habe ein bisschen geholfen 😉

Ich wollte etwas mit Meeresfrüchten und habe mir Butternut Squash Soup bestellt. Ich habe mir drunter eine außergewöhnliche, heiße und leckere Tintenfischsuppe vorgestellt. Ich habe aber squash mit squid verwechselt – wie peinlich! Statt einer Tintenfischsuppe bekam ich eine Kürbissuppe mit Cranberries (amerikanische Moosbeeren) serviert, genoss sie aber nicht weniger. Vielleicht war sie aber doch ein wenig zu süß für unseren Geschmack, weshalb wir die Riesenportion Nachos von Bartos schneller aufgegessen haben als die kleine Schüssel Suppe. Zu trinken hatte ich ein Blue Point Blueberry Ale – ein leichtes süßliches Ale mit Beigeschmack von Heidelbeeren – und fand es fruchtig lecker. Bartos trank ein gezapftes Blue Point Toasted Lager. Er probiert zwar gerne verschiedene Biermarken und -sorten, aber er experimentiert mit Bier nicht! Es ist ihm zu heilig, als dass er eins mit Fruchtgeschmack bestellen oder eins mit Limo mischen würde.

Satt und knapp 40$ leichter ging’s für uns weiter

Judaism-to-go ??

An diesem Tag besichtigten wir die gesamte Südspitze Manhattans. Unter anderem schauten wir uns die Trinity Church und die Wall Street an. Hier entdeckten wir einen Judaism-to-go-Truck, eine mobile Mini-Synagoge in einem Campingwagen, geparkt direkt vor der New York Stock Exchange. Wir überquerten die Brooklyn Bridge (hin & zurück), hätten uns beinahe mit einer Schlange fotografieren lassen, wurden am New Yorker Rathaus von Eichhörnchen verfolgt (nicht zum letzten Mal) und waren bei Century 21 – einem Marken-Outlet in der Nähe von Ground Zero – shoppen gewesen.

Wall Street - Die Gegensätze
Wall Street – Die Gegensätze
Judaism-to-go in New York
Judaism-to-go in New York
Boxen in New York
Boxen in New York
Der Clown ist müde
Der Clown ist müde

Hangover in New York

Doch auf’s Shoppen hatte mein Begleiter nicht so recht Lust. Er wollte lieber in der Umgebung von Ground Zero noch paar Nachtaufnahmen schießen. Als ich mit shoppen fertig war und ihn anrief, hieß es nur: „Du muss kommen und mich abholen, ich kann mich nicht mehr bewegen, ich habe Dir per WhatsApp meinen Standort geschickt, tschüss“. Mein Mann ist in einem Irisch Pub namens The Irish American gelandet und kontaktfreudig wie er ist und alle Amerikaner sind, hat er inzwischen die halbe Bar und die komplette Belegschaft kennengelernt. Der Typ auf dem Barhocker neben meinem Mann versuchte sich in New York als Schauspieler und die beiden hatten beschlossen sich durch alle Biere und Schnäpse in der Bar durchzuprobieren. Der Barkeeper und die Barkeeperin tranken mit und so versuchte ich erst gar nicht dieses feuchtfröhliche treiben zu beenden. Ich habe resigniert und habe einfach mitgemacht. Besonders angetan hat es uns der „Fireball“ – ein Zimtwhisky!

Fireball - ein Zimtwhisky
Fireball – ein feuriger Zimtwhisky

Auf dem Rückweg hat jeder von uns noch jeweils zwei Hot Dogs bei Papaya Dog verputzt, natürlich! Es war inzwischen zwei Uhr morgens und ein Donnerstag, Papaya Dog war trotzdem brechend voll.

Mein Fazit: der erste Tag in New York war toll. In New York gibt es so viel Cooles zu sehen und zu essen und das war für uns erst der Anfang. Werden uns die verbleibenden 10 Tage reichen, um alles zu sehen, zu erleben und zu essen, was wir uns vorgenommen haben? Wir geben Gas und wir geben uns Mühe!

Wenn Ihr Fragen oder selbst Tipps zum Essen in New York habt, her damit! Wer hat bereits Papaya Dog kennengelernt? Wer hat Tipps wo man in New York bessere Hot Dogs essen kann? Ich würde mich über Eure Kommentare freuen!

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